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Deine Augen sind zwei Palmenhaine im Morgenrot Zwei Balkone, von denen der Mond sich entfernt Wenn deine Augen l?cheln, belaubt sich der Wein Und Monden gleich tanzen die Lichter im Flu? Sanft kr?uselt ihn das Ruder im Morgengrauen Pulsierende Srerne in der Tiefe deiner Augen... Sie tauchen in Nebel aus durchsichtiger Trauer So breitet der Abend seine H?nde über das Meer Mit der W?rme des Winters und dem Zittern des Herbstes Dem Tod, der Geburt, dem Dunkel, dem Licht Das Mark meiner Seele lebt auf, bebendes Weinen Und wilder Taumel umfassen den Himmel - Taumel des Kinds, wenn es den Mond fürchtet! Die B?gen der Wolken schlucken die W?lkchen Und l?sen sich tr?pfchenweise in Regen auf Die Kinder lachen zwischen den Weinst?cken Und ins Schweigen (1er V?gel auf den B?umen Prasselt die Regenhymne.. Regen... Regen... Regen..
Der Abend g?hnt, und immer noch Vergie?en die Wolken ihre schweren Tr?nen So stammelt ein Kind vor dem Einschlafen Da? seine Mutter gewi? wiederkommt Denn seit einem Jahr steht es auf und findet sie nicht Und wenn es dann fragt, wird geantwortet: "Ubermorgen kommt sie..." Bestimmt kommt sie wieder Obwohl die Kameraden flüstern Da? sie dort am Hang in den Gr?bern schl?ft Sich von Staub und Regen n?hrt So holt ein trauriger Fischer seine Netze ein So flucht er auf Wasser und Schicksal Und wo der Mond sinkt, verstreut er sein Lied Regen... Regen... Wei?t du nicht, welchen Kummer der Regen bringt? Wie die Rohre schluchzen, wenn er niedergeht? Wie der Einsame sich darin verloren fühlt? Ewig wie das Blutvergie?en, wie die Hungernden Wie die Liebe, die Kinder, die Toten - das ist der Regen! Deine Augen begleiten mich durch den Regen Und Blitze streichen mit Sternen und Muscheln
über die Wellen des Golfs an die! Küste des Irak Als sorgten sie für den Sonnenaufgang Dann spannt die Nacht eine Decke aus Blut darüber Ich schreie zum Golf: "0 Golf Du bringst Perlen, Muscheln und Verderben" Schluchzend kehrt das Echo zurück: "0 Golf Du bringst M!scheln und Verderben..." Fast h?re ich, wie der Irak Donner und Blitz In Bergen und Ebenen speichert Damit die Winde Keine Spur von Thamud im Tal lassen Wenn die M?nner ihr Siegel brechen Fast h?re ich, wie die Palmen den Regen trinken H?re die D?rfer st?hnen und die Flüchtlinge Die mit Ruder und Segel Stürme und Donner des Golfs bek?mpfen Sie h?re ich singen: "Regen... Regen... Regen... Hunger im Irak Die Erntezeit streut den Gewinn Als Futter Raben und Heuschrecken hin
Und Stroh und Steine mahlen die Mühlen Die sich auf den Feldern drehen, um welche Menschen stehen Regen... Regen... Regen... Wieviele Tr?nen vergossen wir nicht in der Nacht vor der Ausfahrt Und aus Angst vor Tadel schoben wir den Regen vor... Regen... Regen... Seit wir Kinder waren Bew?lkt sich der Himmel im Winter Und Regen str?mt Aber jedes Jahr, wenn die Erde grünt Hungern wir - kein Jahr verging im Irak ohne Hunger Regen... Regen... Regen... In jedem Regentropfen liegt als Keim Das Rot und Gelb der Blumen Jede Tr?ne (.1er Hungernden und Nackten Jeder vergossene Tropfen vom Blut der Sklaven Ist ein L?cheln in Erwartung eines neuen Mundes
Eine Brust, die sich am Mund des S?uglings r?tet In der jungen Welt des Morgen, der Spenderin des Lebens! Regen... Regen... Regen... Grün wird der Irak sein vor Regen..."
Ich schreie zum GoIL "0 Golf Du bringst Perlen, Muscheln und Verderbeii" Schluchzend kehrt (las Echo zurück: "0 Golf Du bringst Muscheln und Verderben." Seine vielen Gaben verstreut der Golf Auf dem Sand: salzigen Schaum, Muscheln Und das Skelett eines elend Ertrunkenen Er war einer der Flüchtlinge, trank beharrlich den Tod Aus Graben und Grund des Golfs Aber im Irak schlürfen tausend Schlangen den Duft einer Blume Die der Euphrat mit seinem Tau n?hrt. Und ich h?re wie das Echo
Im Golf klingt "Regen... Regen... Regen... In jedem Regentropfen liegt als Keim Das Rot und Gelb der Blumen Jede Tr?ne der Hungernden und Nackten Jeder vergossene Tropfen vom Blut der Sklaven Ist ein L?cheln in Erwartung eines neuen Mundes Eine Brust, die sich am Mund des S?uglings r?tet In der jungen Welt des Morgen, der Spenderin des Lebens."
Und der Regen str?mt...
I. Auflage 1995 @ 1995 Verlag Das Arabische Bvtcb, Berlin Alle Rechte vorbehalten Umsehlagentwurf: Khalid Al-Maaly 1 Stefan Weidner unter Ver wendung einer Kalligraphie von Mohammed Said Saggar und einer Zeichnung von Hiltrnd Zierl. Arabischer Satz: Manshurat AI-Diamel; K?ln. Printed in Germany
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